

Die Provinz Sassari, zu der Castelsardo
gehört, gilt als die größte Provinz Italiens. Sie
umfasst ein Drittel Sardiniens, praktisch den gesamten Norden, die
Asinara Insel und die Granitfelsen und Meer des Archipels
La Maddalena inbegriffen. Wie auch der andere Teil
Sardiniens, ist sie fast vollständig von Meeresküsten, Buchten,
fjordenähnlichen Felsriffs und weiten Sandstränden, umgeben.
Das Inland ist eine weite Landschaft mit felsigen Gebirgen, überschaubaren
Ebenen mit großen Stauseen, Korkeichen und sanften Hügeln,
auf denen Schafszucht betrieben und sich eine gute Käseindustrie
entwickelt hat. Eine Landschaft, die von der Natur modelliert wird,
von Wind und Wetter, wie die typischen Granitfelsen, die Tierformen
annehmen.

Granitmonument von Capo d’Orso
Die belebtesten und bekanntesten Sommerresidenzorte
des Nordens sind sicherlich die mondäne Costa Smeralda,
das malerische Städtchen S.Teresa di Gallura,
die Felsklippen der Costa Paradiso mit seinen Villen
im neumediterranen Stil, der rosafarbige Sand der Isola Rossa
die großzügige Asinarabucht mit dem Vorgebirge
vom mittelalterlichen Castelsardo. Die Küstenstadt
Alghero mit seinen Capo Caccia Höhlen,
den Stalagmiten und Stalaktiten grotta di Nettuno.
In ihrem Inland bewahrt die Insel archäologische Schätze,
Kunstdenkmäler und einen enormen Reichtum an Volkstraditionen.
Zwischen Dolmen, Nuraghen, Häusern
von Feen und Gräbern von Riesen kann man die märchenhafte
Prähistorik eines Volkes nachvollziehen. Eine echte und eigenständige
Kultur mit interessantem Handwerk, traditionellen Kostümen und
Volksfesten, einer besonderen Kochkunst und Sprache, fast ein direkter
Ableger des Lateins.
Castelsardo mit seiner Schutzburg
hoch auf dem Vulkanfelsen, liegt direkt gegenüber von Korsika,
im kristallklaren Meer in Richtung Asinarabucht,
nicht weit von dem Fährhafen, der ehemaligen römischen Kolonie,
Porto Torres entfernt. Hier sind die Spuren des Mittelalters
sehr deutlich. Die Stadt wurde im Jahr 1102 von der genuesischen Adelsfamilie
der Doria gegründet und dank seiner strategisch militärischen
Position unter den Schutz der mächtigen Seerepublik Genua
gestellt. Eine Befestigungsanlage, die sich im Laufe der Zeit entwickelt
hat: zu einer freien Komunalstadt zunächst, zu einer Città
Regia unter dem Spanischen Königshaus danach, zum Bischofssitz
im Jahre 1503 und schließlich 1769, dank der Namensgebung des
Sardischen Königs, zum heutigen Castelsardo.

Hafengebiet von Castelsardo
Hier wird die traditionelle Kultur eines alten Volkes
zum farbenfrohen Fest. Die religiösen Umzüge, Prozessionen
der Ordensbrüder, die Folklore, Zeremonien in traditionellen Kostümen
mit dem gemeinsamen Essen als Mittelpunkt sind große Erbschätze
Sardiniens. Der historische Stadtkern auf dem Felsenvorsprung
gleicht einer Freilichtbühne, die, von den Stadtmauern und spanischen
Wehrtürmen fest umschlungen, durch Treppen und enge Gässchen,
dem Kirchturm und der mit Majolika verzierten Kuppel der Kathedrale
eins ist mit dem Blau des Himmels und den Wellenschlägen des Meers.
Ein Blick von dort oben auf den neu angelegten Yachthafen und man versteht
ganz deutlich, dass hier noch die Natur ihren Rhythmus angibt. So bleibt
dem Besucher nichts anderes zu tun, als sich von der magischen Atmosphäre
der gallurischen Mittelmeerküste verzaubern zu lassen.
Pro Loco von Castelsardo (Fremdenverkehrsbüro
von Castelsardo): Tel 0039.079.471605
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