gen
21
2012

dic
15
2011

In Memoriam: Vera F. Birkenbihl ist tot

Eine große Frau ist von uns gegangen. Keine Einfache. Aber eine Große. Sie war einer der wichtigsten Treiber der deutschen Bildungsszene, weil sie uns etwas wiederbrachte, das uns mit großem Erfolg in Erziehung und Schule ausgetrieben worden war: Das Lernen. Nicht im Sinne eines stumpfsinnigen Paukens. Sondern in einem viel tieferen, lebensbejahendem Sinne. Lernen, das war früher eher “Auswendiglernen”. Informationen mechanisch ins Gedächtnis pflocken. Ob Vokabeln, Formeln, Geschichtszahlen oder Gedichte: Hautpsache, man konnte Wissen automatisch aus dem Gedächtnis herunterleiern. Lernen tat man nicht, um etwas zu begreifen, sondern um eine Prüfung zu packen – und danach einfach alles wieder zu vergessen. Weil unnütz. Schlimmer noch: Weil unter Druck und unter Androhung gelernt (“Wenn Du weiter so faul bist, landest Du noch in der Gosse”) . Denn das war die Denke der Lehrenden in den Fünfzigern und Sechzigern: Lernen als Pflicht. Lernen als bittere Pille. Lernen als Disziplinarmaßnahme, um den stetig drohenden Schweinehund immer wieder in seinen Käfig zurückzuscheuchen. Diesem düsteren Treiben wohnte ein noch düsterer Geist inne: Der akademische Dünkel, der Lernen und Wissen als Waffe der Arroganz missbrauchte. Sieh her, ich bin Doktor, ich bin besser als Du. Ich stehe über Dir. Ich bin elitär. Darum drückte und drückt man sich als Wissenschaftler auch nicht allgemeinverständlich aus. Sondern versteckte und versteckt sich hinter einer toten Sprache wie Latein (Pflichtfach nicht nur für Mediziner) und verschwurbelten Bandwurmsätzen, die man mit viel Aufwand entwirren und dechriffieren muss. Kurz: Lernen war Pflicht und Strafe zugleich. Und wurde von den Lernenden gemieden, wo immer und wann immer es ging. In dieses starre Reglement brach eine Frau ein, die nicht die scheinbar “faulen” Lernenden beschuldigte, sondern die unbelehrbaren Lehrenden hinterfragte. Aber anders als Viele, die sich ebenfalls über den Bildungsbetrieb aufregten, lieferte Vera F. Birkenbihl handfeste Werkzeuge für ein leichteres, lustvolleres und (!) vor allem effektiveres Lernen. Praktische Methoden wie zum Beispiel die “KaWas” oder “ABC-Listen“. Lern- und Denktechniken, die vor allem eines waren: leicht zu verstehen, leicht anzuwenden – eben leicht zu erlernen. Denn Vera F. Birkenbihl beherrschte die große Kunst, Schwieriges und Komplexes zu vereinfachen. Sie war, der Vergleich sei mir erlaubt, der Steve Jobs des Lehrens. Während die große Leistung des Apple-Vorstandsvorsitzenden darin bestand, Technologie benutzerfreundlich zu gestalten, sorgte Vera F. Birkenbihl dafür, dass Lernen gehirn-gerecht und damit ebenfalls benutzerfreundlich wurde. Und wie Steve Jobs war sie nicht nur eine innovative Querdenkerin – sondern auch spitzzüngig bis hin zum Verletzenden. Sie warnte mich schon in unserem ersten Gespräch, dass sie nicht einfach sei. Dass sie laut werden konnte. Und dass viele mit ihr nicht zurecht kämen. Ein Verlagsleiter, dem ich von der frischen Zusammenarbeit erzählte, verdrehte nur die Augen und wünschte mir mit bedauernden Unterton “viel Spaß”. Tatsächlich war sie ein streitbarer Mensch. Aber im besten Sinne des Wortes. Manche ihrer Angriffe waren fies und ungerecht. Andere wiederum trafen genau den Punkt. Und so kam es vor, dass wir uns stritten, auch am Telefon anschrien – aber das mochte sie. Mehr noch: Sie konnte verzeihen. Wenn mal was in die Hose gegangen war, bedeutete das nicht das Ende der Zusammenarbeit. Im Gegenteil: Sie blieb dran. War beharrlich. Gestattete, dass es weiterging. Das mag erklären, warum sie so sehr polarisierte. Immer wieder traf ich Menschen, die Vera F. Birkenbihl ablehnten. Und andere wiederum, die begeistert, dankbar und voller Liebe für sie waren. Dazwischen gab es wenig. Eigentlich nichts. Entweder fand man sie unmöglich. Oder einfach großartig. Dazu hat gewiss beigetragen, dass sie aus ihrem “Asperger Syndrom” kein Geheimnis machte: “Eine Störung…, die vor allem durch Schwächen in den Bereichen der sozialen Interaktion und Kommunikation gekennzeichnet ist. Das Kontakt- und Kommunikationsverhalten von Asperger-Autisten erscheint dadurch „merkwürdig“ und ungeschickt… Da ihre Intelligenz in den meisten Fällen normal ausgeprägt ist, werden sie von ihrer Umwelt jedoch nicht als Autisten, sondern höchstens als „wunderlich“ wahrgenommen. Gelegentlich fällt das Asperger-Syndrom mit einer Hoch- oder Inselbegabung zusammen. Das Syndrom, das als angeboren und nicht heilbar angesehen wird, macht sich etwa vom vierten Lebensjahr an bemerkbar“, schreibt “Wikipedia” Wer das wusste, konnte ihr Verhalten besser einordnen. Zugleich spürte man, dass die Frau wirklich etwas zu sagen hatte. Denn ihre “Störung” (ich mag es nicht als Krankheit sehen) war etwas, das ich gerne als “große Wunde” bezeichne. Eine schwere Herausforderung, die uns das Leben stellt. Schicksalsschläge, an denen man zerbrechen oder wachsen kann. Je nachdem, was man wählt. Vera F. Birkenbihls entschied sich, aus ihrer Benachteiligung etwas Bewegendes zu schaffen. Gerade, weil sie aufgrund ihrer Herausforderung eine “langsame Lernerin” war (ihre eigenen Worte), machte sie sich auf, erst das Lernen zu lernen. Und dann das Lehren zu lehren. Das Ergebnis dieser langen Reise ist ihr Lebenswerk: Ein Opus Magnum aus Hunderten von Büchern, CDs und DVDs, die sich vom Sprachenlernen über Managementmethoden bis hin zu brillianten Vorträgen über Islamismus, Quantentheorie oder das ewig störrische Verhältnis zwischen Mann und Frau erstrecken. Eloquent. Humorvoll. Geistreich. Vor allem aber natürlich: Gehirn-gerecht. Ja, wir haben eine große Frau verloren. Aber ihr Werk lebt weiter. Ruhen Sie in Frieden, Vera F. Birkenbihl.

Martin Weiss am 4. Dezember 2011

dic
13
2011

rischiare

A ridere c’è il rischio di apparire sciocchi;a piangere c’è il rischio di essere chiamati sentimentali; a stabilire un contatto con un altro c’è il rischio di farsi coinvolgere; a esporre le proprie idee e i propri sogni c’è il rischio d’essere chiamati ingenui; ad amare c’è il rischio di non essere corrisposti; a vivere c’è il rischio di morire. Ma bisogna correre i rischi, perché il rischio più grande nella vita e’ quello di non rischiare nulla. Chi non rischia non e’ nulla. Solo la persona che rischia e’ veramente libera.

nov
13
2011

Parto per Trier

Se un giorno mi vedrai vecchio: se mi sporco quando mangio e non riesco a vestirmi … abbi pazienza, ricorda il tempo che ho trascorso ad insegnartelo. Se quando parlo con te ripeto sempre le stesse cose … non mi interrompere … ascoltami, quando eri piccolo dovevo raccontarti ogni sera la stessa storia finché non ti addormentavi. Quando non voglio lavarmi non biasimarmi e non farmi vergognare … ricordati quando dovevo correrti dietro inventando delle scuse perché  non volevi fare il bagno. Quando vedi la mia ignoranza per le nuove tecnologie, dammi il tempo necessario e non guardarmi con quel sorrisetto ironico ho avuto tutta la pazienza per insegnarti l’abc; quando ad un certo punto non riesco a ricordare o perdo il filo del discorso … dammi il tempo necessario per ricordare e se non ci riesco non ti innervosire ….. la cosa più importante non e’ quello che dico ma il mio bisogno di essere con te ed averti li che mi ascolti. Quando le mie gambe stanche non mi consentono di tenere il tuo passo non trattarmi come fossi un peso, vieni verso di me con le tue mani forti nello stesso modo con cui io l’ho fatto con te quando muovevi i tuoi primi passi. Quando dico che vorrei essere morto … non arrabbiarti un giorno comprenderai che cosa mi spinge a dirlo. Cerca di capire che alla mia età non si vive, si sopravvive. Un giorno scoprirai che nonostante i miei errori ho sempre voluto il meglio per te che ho tentato di spianarti la strada. Dammi un po’ del tuo tempo, dammi un po’ della tua pazienza, dammi una spalla su cui poggiare la testa allo stesso modo in cui io l’ho fatto per te. Aiutami a camminare, aiutami a finire i miei giorni con amore e pazienza in cambio io ti darò un sorriso e l’immenso amore che ho sempre avuto per te. Ti amo figlio mio.

nov
8
2011

“CONFLUX – a union of the Sacred and the Anonymous”

Mostra dal nome “CONFLUX – a union of the Sacred and the Anonymous”
La cattedrale di Salisbury dissacrata
oppure
contaminazione creativa, l’idea che il passato si faccia futuro, potente sensazione di presente?
Io ne sono rimasta affascinata!


set
6
2011

Raccontare il silenzio:una meravigliosa proposta di Anna Cecchini

Parco Monte San Bartolo – Fiorenzuola di Focara (PU)

Raccontare il silenzio

Scritture al tramonto

12 – 13 – 14 luglio

“Della nostra storia nulla vive se non raccontato”(L.Romano)

Nel borgo, una camminata silenziosa e osservativa ci ha condotto in alto, in una verde piazzuola sottostante il vecchio campanile, dove, come messo in cornice, all’improvviso uno squarcio di mare si presenta dentro.

Ci siamo accomodati in questo quadro silenzioso, partecipi della forza generatrice della natura, rispettando le voci di quel luogo. Ascoltando, abbiamo sentito i loro richiami, i loro suoni … lì, qui, dentro di noi… ispiratrici dei nostri silenzi più profondi.

Tanti i grazie per

-“La serenità, un granello di sole interiore… il silenzio dell’anima!”(…)

-“Esperienza breve, ma intensa…arricchimento dentro (…)”,

-“Una rigenerazione fisica e mentale… scoperta, incontri speciali (…)”,

-“L ’aver conosciuto uno splendido gruppo di persone  che hanno avuto il coraggio di mettersi in gioco, condividendo con assoluto rispetto episodi del proprio vissuto (…)”…

-“È stato un preziosissimo aiuto per uscire da ritmi non più scanditi da me stessa (…)”

-“Aver capito quanto la scrittura autobiografica sia per me di notevole importanza[…] Il ricordo vive in noi e dobbiamo darne voce! (…)”

-“Stupore nel riscoprire se stessi negli sguardi, nelle parole, nei primi timidi sorrisi negli ultimi teneri abbracci(…)”

-“La voglia di continuare a vivere nella scrittura (…)”.

Saluti di cuore… Arrivederci

Anna Cecchini

giu
21
2011

pratica filosofica: meditazioni sulla vita e sulla morte

Laboratorio di Pratiche Filosofiche tra Oriente e Occidente

Fano 15 – 17 luglio 2011

Casa di Spiritualità “Villa San Biagio”

Meditazioni sulla vita e sulla morte

Come insegna Hadot imparare a morire è, almeno da Platone in poi, l’esercizio spirituale filosofico per eccellenza. Un esercizio che, in realtà, insegna a vivere (P. Hadot, Esercizi spirituali e filosofia antica). Mediare sulla morte dunque per autenticare la vita. La morte è inoltre metafora del limite, della fine, della perdita, della separazione e, dunque, anche come dell’attaccamento, della dipendenza, della paura di essere abbandonati e di abbandonarsi, cosicché la paura di morire diventa spesso paura di vivere e viceversa.

Il laboratorio sarà l’occasione per meditare su tutto questo e ricordare che “il grande lavoro che ci aspetta è quello di imparare a comprendere quanto attorno a noi e quanto dentro di noi deve vivere, e che cosa deve morire. Il nostro lavoro consiste nell’apprendere il ritmo di entrambe le cose, consentire a ciò che deve morire di morire, e a ciò che deve vivere di vivere” (Clarissa Pinkòla Estés, Donne che corrono coi lupi). Morte, vita e rinascita, scandiscono infatti il ritmo di un percorso di autenticità che, tanto in Occidente che in Oriente, ruota attorno a testi e pratiche filosofiche che saranno al centro del laboratorio residenziale.

Il corso si svolgerà a Fano (PU) (www.fano.it/)

Casa di Spiritualità “Villa San Biagio”(http://www.sanbiagiofano.it/ 0721/823175)

Per informazioni e iscrizioni al corso: pratica.filosofica@libero.it ( 349.1740920 (solo pm) entro e non oltre il 30 giugno.

Il corso, ideato e condotto da Moreno Montanari

analista biografico ad orientamento filosofico e consulente filosofico

costa 100 euro a persona

“Perché una e medesima è la meditazione del ben vivere e del ben morire” (Epicuro)


feb
27
2011

“Impresa Donna e Green Economy: il futuro è qui”

Organizzato da Terziario Donna di Pesaro e Urbino si terrà il prossimo 7 marzo presso la Sede di Confcommercio a Pesaro un evento di grande importanza “Impresa Donna e Green Economy: il futuro è qui”

set
29
2010

bella dimostrazione di “pensiero laterale”, bravo Andrea!

per far comprendere quanto il nostro cervello integri le informazioni date e quanto questa integrazione sia soggettiva,

ho dato il seguente input

chiedendo, appunto, di integrare il segno  dandoli un senso

Uno dei partecipanti al Corso ha restituito il compito così:

Non c’é che dire: grandioso, Andrea, una bella dimostrazione di ciò che le “persone di marketing” chiamano

“pensiero laterale”! Merita davvero la pubblicazione nel blog.

mag
31
2010

PER ESEMPIO modelli e testimoni del possibile

17.18.19.20 giugno

ORTI GIULI – PESARO

“PER ESEMPIO” sono modelli e testimoni del passato: don Lorenzo Milani – Paolo Borsellino e Giovanni Falcone – Dian Fossey e Salvador Allende………..vite, pensieri e opere del passato che creano il possibile del domani, testimoni che trasformano in azioni concrete l’eredità di quei valori e di quegli ideali nati dal desiderio di una civiltà possibile.

Agli Orti Giuli di Pesaro: progetti delle scuole, letture, concerti, proiezione di video – aperitivi a base di prodotti biologici a km O – dibattiti sui temi di EDUCAZIONE/SOSTENIBILITA’/DIRITTI UMANI – stand e mostre

spesso gli amici mi chiedono

come faccio a far scuola…

sbagliano la domanda, non dovrebbero preoccuparsi di come bisogna fare per far scuola,

ma solo come bisogna essere

per poter fare scuola.

don Lorenzo Milani